Mehringdamm 6110961 BerlinÖffnungszeiten:tägl. außer Di14 bis 18 UhrSa bis 19 Uhr
Propststraße 11NikolaiviertelDienstag bis Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr1.April bis 31. Oktober - täglich 11.00 bis 19.00 Uhr
Hultschiner Damm 333, 12623 Berlin Öffnungszeiten des Museums: Mittwoch und Sonntag 10-18 Uhr Führungen auch nach Vereinbarung
Für die einen ist es superkitschig, für die anderen einfach nur schön: Jeff Koons Bilder und bunte Metallobjekte spalten Publikum und Kritik. Die Plastiken selbst seien noch keine Kunst, räumt der Meister im TV-Interview so ironisch wie hintersinnig ein, sondern die Kunst entstände erst im Auge des Betrachters. Koons gehört mit zu den kommerziell erfolgreichsten Künstlern der internationalen Szene, seine Werke werden nicht selten zu siebenstelligen Beträgen gehandelt. Dabei werden die teils tonnenschweren Objekte von einem großen Team in seinen New Yorker Werkstätten hergestellt, für die er nur noch die Anweisungen gibt. Die Neue Nationalgalerie zeigt nun Arbeiten aus der Serie „Celebration" im Rahmen der Reihe 'Der Kult des Künstlers' und parallel zu einer umfassenden Retrospektive zum Werk von Paul Klee. Mehr über diesen Ausstellungszyklus: siehe den Eintrag hier auf der Unterseite mit den Ausstellungshinweisen.Neue Nationalgalerie, Potsdamer Strasse 50, 10785 Berlin. Di-So 10-18 Uhr, Do bis 22 Uhr, Sa und So erst ab 11 Uhr. Eintritt 10,00 Euro, ermässigt 5,00.
Im Berliner Martin-Gropius-Bau ist jetzt die erste Retrospektive von Richard Avedons Arbeiten in Deutschland zu sehen Die Ausstellung zeigt insgesamt über 200 Fotografien, die in chronologischer Reihenfolge präsentiert werden, darunter auch mehrere großformatige Aufnahmen aus der Silversternacht 1989/90 vom Brandenburger Tor. Avedon gilt als einer der bedeutendsten Fotografen des letzten Jahrhunderts. Bekannt wurde er vor allem durch seine Arbeiten für Modemagazine wie „Harper's Bazaar" oder die „Vogue" und seine Porträts bekannter Schauspieler und anderer Prominenter, von Audrey Hepburn und Marilyn Monroe über Humphrey Bogart und Brigitte Bardot bis Henry Kissinger und den Beatles. In verschiedenen Reportagen erhellte er aber auch die andere und weniger glamouröse Seite des amerikanischen Traums, so vor allem in der Serie „In the American West", die jenseits gängiger Schönheitsideale Menschen des gewöhnlichen Alltagslebens abbildete: „Obdachlose, Schausteller, Fleischpacker, Landstreicher, Kellnerinnen oder kohleverschmierte Bergleute. Dieser brutal inventarisierende Blick auf die Kehrseite des Wohlstands schockierte. Doch den vermeintlichen Modefotografen Avedon rückte er genau dorthin, wo er sich seinen Platz eigentlich schon längst verdient hatte: in den Olymp der größten Fotokünstler des 20. Jahrhunderts." (SPIEGEL-Online) Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstrasse 7/Ecke Stresemannstrasse 110, 10963 Berlin, Mi-Mo 10-20 Uhr, Eintritt 8,00 Euro, ermässigt 6,00.
Zum Abschied des langjährigen Generaldirektors der Berliner Museen Peter-Klaus Schuster zeigen die Staatlichen Museen zu Berlin gleich zehn Ausstellungen an fünf verschiedenen Orten zum Kult des Künstlers in Gegenwart und Kulturgeschichte:„Der Künstler ist die zentrale mythische Figur des Abendlandes. Seit Jahrtausenden wird er in immer neuer Gestalt verehrt: als Prometheus, Prophet, Genie oder Übermensch. In keiner anderen Kultfigur offenbart sich die Geschichte des europäischen Geistes mit solcher Gewalt als ein Drama des ewigen Widerstreits von Wirklichkeit und Wahn, Himmel und Hölle, Schicksal und freier Selbstbestimmung."Zentrum des Ausstellungszyklus ist die Schau 'Unsterblich! Der Kult des Künstlers' im Kulturforum am Potsdamer Platz (erst ab 28.10.), die eine Übersicht über die Rolle des Künstlers in europäischen wie außereuropäischen Traditionen liefert, während weitere Schwerpunkte u.a. Werke von Andy Warhol, Josef Beuys, Paul Klee oder Jeff Koons präsentieren. Unter dem Motto 'Ich kann mir nicht jeden Tag ein Ohr abschneiden' widmet sich dagegen eine Ausstellung im Hamburger Bahnhof der seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts anhaltenden Dekonstruktion des klassisch-heroischen Künstlerbildes. Weiterführende Informationen zu den verschiedenen Inhalten, Ausstellungsorten, Terminen, Öffnungszeiten usw.: Klick den Link!
Das Kunstforum der Berliner Volksbank zeigt Werke afrikanischer Kunst aus der Sammlung Wally und Udo Horstmann, einer der bedeutendsten Afrikasammlungen weltweit. Die Ausstellung legt dabei einen Schwerpunkt auf die Präsentation von Masken, die bis heute in West- und Zentralafrika eine kulturelle Rolle spielen. Unter Mitwirkung verschiedener Berliner Museen, darunter auch das Ägyptische Museum, werden die rund 140 afrikanischen Meisterwerke mit teilweise über 5000 Jahre alten Stücken altägyptischer Kunst kombiniert, um so einen Dialog verschiedener Zeiten und Kulturen zu ermöglichen.Kunstforum Berliner Volksbank, Budapester Str. 35, 10787 Berlin.Täglich 10-18 Uhr. Eintritt 4,00, ermässigt 3,00 Euro.
„Unter dem Titel L-Projekt wird in einer dreimonatigen Sonderausstellung erstmals Politik und Kultur lesbischer Frauen und der Lesbenbewegung der vergangenen vierzig Jahre in Berlin dargestellt. Nicht im Sinne einer linearen Geschichtsschreibung soll das Thema angegangen werden, sondern vielmehr unter dem Aspekt der Disparatheit. Diese zeigt sich insbesondere an der Vielzahl und Verschiedenheit von Themenfeldern, die für lesbische Frauen in den unterschiedlichsten Kontexten von Bedeutung waren. (...)" (Aus dem Text der Ausstellungsmacher) Ort: Schwules Museum, Mehringdamm 61, 10961 Berlin. Täglich außer Di von 14-18 Uhr geöffnet, Sa bis 19 Uhr. Man beachte auch die zahlreichen Zusatzveranstaltungen auf der Homepage zur Ausstellung.
Lesezeichen setzen (Bookmarken) bei...
Netzware von Andreas Wittich